DIE ZUKUNFT DER STÄDTE GESTALTEN

Jede Stadt muss sich heute den Fragen der Nachhaltigkeit, Mobilität und Lebensqualität stellen. Um Antworten darauf zu finden, fördert CreativeNL zusammen mit der niederländischen Kreativwirtschaft ein internationales Programm für kooperatives innovatives Denken.

Städte erleben gewaltige Veränderungen. Eine digitale Infrastruktur ebnet den Weg zu neuen Konzepten für gemeinschaftliche Dienstleistungen und stellt bestehende gesellschaftliche Interaktionen auf den Prüfstand. Dabei ist Kreativität ein starkes Instrument. Mit einer gut ausgebauten digitalen Infrastruktur und einem lösungsorientierten Ansatz verfügt die niederländische Kreativwirtschaft über die nötige Erfahrung in diesem Bereich.

Auf der ganzen Welt stehen Städte vor der Aufgabe, in Sachen Digitalisierung, Energie, Mobilität, Lebensqualität und Gesundheit reale, menschzentrierte Lösungen zu entwickeln. Weil das gemeinschaftlich viel besser geht, unterstützt CreativeNL als Vertretung der niederländischen Kreativwirtschaft im Ausland eine Kooperation zwischen den Kreativbranchen von München und Amsterdam.

Die Initiative mit dem Namen »Creative Embassy MUC-AMS« vereint unterschiedliche Ansätze für die Bewältigung der gleichen Herausforderungen. So ergänzen sich die beiden Städte perfekt in der Entwicklung einer Smart City, bei der sie auf menschzentriertes Design und eine starke Marker-DNA setzen. In gemeinsamen kreativen Feldversuchen entstehen Lösungen, die auf ihre Auswirkungen für Bürger* innen, Stadt, beteiligte Kreativagenturen und andere Akteure getestet werden.

Die beiden Städte erneuerten ihre seit 2017 bestehende Kooperation im Oktober 2021 mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung. Diese betont, dass beide Seiten von einer transnationalen Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Innovation und Kreativwirtschaft sowie einer Lernbereitschaft hinsichtlich der Talente und Expertisen des jeweils anderen profitieren. Die Kooperation eröffnet die Chance für einen gemeinsamen wesentlichen Beitrag zu einer resilienten, innovativen und zukunftssicheren Stadt.

Wissensaustausch

Der Zweite Bürgermeister der Stadt Amsterdam, Victor Everhardt, kommentierte: »Diese Zusammenarbeit zwischen den Kreativunternehmen beider Städte ist für Amsterdam enorm wichtig. Der Wissensaustausch beschleunigt den Innovationsprozess und macht unsere Unternehmen wettbewerbsfähiger.«
Der Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, Clemens Baumgärtner, erklärt: »Die Landeshauptstadt München arbeitet daran, ihre Position als Innovationsstandort zu stärken und auszubauen. Die Metropolregion Amsterdam hat viele interessante, innovative Unternehmen und zeigt Mut, neue Ideen auszuprobieren – davon können wir sicherlich noch lernen.«

Was meint »Cities of Things«?

Der erste Field-Lab-Ansatz der aktuellen deutsch-niederländischen Zusammenarbeit steht unter dem Motto »Cities of Things«. Er beschäftigt sich mit einem neuen Stadtleben, das von zunehmender Digitalisierung geprägt ist und dabei neue intelligente und autonome Dienste und Objekte einbezieht. Menschen und Technologie werden zu Partnern, die die bevorstehenden urbanen Herausforderungen gemeinsam bewältigen.

In München und Amsterdam erforschen verschiedene Initiativen die Möglichkeiten intelligenter digitaler Technologien sowie die neuen Beziehungen zwischen Bürger*innen und intelligenten Systemen. Das Konzept »Cities of Things« untersucht, inwieweit Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) in Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) Teil des städtischen Alltags sein können. Die Kreativwirtschaft soll dabei unterstützen, den zunehmenden Einfluss dieser Technologien auf Menschen, Organisationen und die Gesellschaft als Ganzes konzeptionell zu steuern.

Ausgangspunkt dieses Gemeinschaftsprojekts ist das Wohnviertel. »Denken im kleinen menschlichen Maßstab« ist dabei ein wichtiger Beitrag aus dem Design Thinking, um zu untersuchen, wie das Zusammenspiel von Dingen und Systemen lokales Unternehmertum fördern und das Beste aus dem digitalen und physischen Bereich zum Wohle der dort lebenden Menschen miteinander verbinden kann.

Teilen Sie Ihre Ideen

Bekanntermaßen stehen am Beginn jedes Gestaltungsprozesses die richtigen Fragen. Die kulturellen und strukturellen Unterschiede zwischen München und Amsterdam geben den Anstoß, um kreative Lösungen zu entwickeln, die anpassungsfähig, skalierbar und dabei stets am Menschen orientiert sind. Im lokalen Feldversuch lässt sich lernen, wie man Ergebnisse erzielt, die von den Bürger*innen akzeptiert und genutzt werden. Creative Embassy MUC-AMS plant, auch andere Themen mit dem gleichen kollaborativen Ansatz zu erforschen. Wir laden Sie als Besucher*in der MCBW 2022 ein, Ideen für neue Forschungsthemen einzubringen, von denen wir am Ende alle profitieren.

Mehr Informationen unter CreativeNL.nl und CitiesofThings.nl

Kontaktpersonen:
Iskander Smit (Gründer der Cities of Things Foundation, Niederlande)
Carina Weijma (Business Development Manager Germany, topsector Creative Industries )
Frieke Meijer-Schepman (Innovationsmanagerin, Landeshauptstadt München, Deutschland)

Das Gespräch mit Creative NL erschien erstmals im MCBW MAG im Rahmen der MCBW 2022.

Events auf der MCBW 2022

Cities of Things – Design für ein neues Paradigma der Smart City

Ein Verbund von Kreativpartnern aus beiden Städten hat die ersten Ideen und Pläne für einen nachhaltigen, intelligenten Quartiers-Hub entwickelt, der die Bürger stärken und deren Lebensqualität durch nachhaltige Logistik steigern soll. Werden Sie Teil des Field-Lab-Programms Cities of Things zwischen den beiden Kreativ-Metropolen München und Amsterdam.

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