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ERCO × JUNG

Zusammenhalt stärken

In einer ehemaligen Bankfiliale im Münchner Westend trifft man heute weder auf Geldautomaten noch auf Kassierer hinter dem Tresen. Stattdessen betritt man einen außergewöhnlichen Showroom, in dem Licht, Material und menschliche Begegnung eine ungew.hnliche Verbindung eingehen. Wir haben den experimentellen Ort besucht, den ERCO Lighting und JUNG, der Premium-Anbieter für moderne Gebäude- und Elektroinstallationstechnik, gemeinsam ins Leben gerufen haben.

Die Partnerschaft, die das Gebäude im vergangenen Herbst erstmals öffnete, bringt zwei Unternehmen zusammen, deren Hauptsitze keine zehn Kilometer voneinander entfernt im Sauerland liegen. Dennoch brauchte sie Zeit zum Reifen. Was heute selbstverständlich wirkt – Licht und Schalter, das eine untrennbar vom anderen –, ist das Ergebnis eines langen Prozesses: gemeinsame Werte entdecken, Vertrauen aufbauen, und schließlich den Mut finden, über das einzelne Markenerlebnis hinauszudenken.

„Wir wollten unsere Produkte nicht einfach isoliert präsentieren“, sagt Tommy Rube, Leiter Field Marketing bei ERCO. „Für uns beide zählte das Erlebnis, das entsteht, wenn alles zusammenfindet: Raum, Licht, Steuerung und die Menschen, die sich darin bewegen. Das war die eigentliche Chance – etwas völlig Neues, das wir nur gemeinsam erreichen konnten.“

Taktile Auslöser

Das in den 1920er Jahren von Theodor Fischer entworfene Ledigenheim scheint mit seinen offenen Etagen, hohen Decken und Panoramafenstern wie geschaffen für genau dieses Erlebnis. Die Großzügigkeit des Raums korrespondiert auf natürliche Weise mit seinem neuen Zweck. Und es funktioniert: Nachbarn schauen vorbei, Kunden und Partner treffen sich auf einen Kaffee, neugierige Passanten bleiben stehen und stellen Fragen. Allen begegnen Schalter, Dimmer, konfigurierbare Beleuchtungssysteme, Installationen, Materialmuster und noch vieles mehr.

Die Erkundung ist zutiefst körperlich. Schalter werden gedrückt, Szenen ausgelöst, das Licht verändert seinen Charakter. Man läuft nur wenige Minuten durch den Raum – und hat dennoch das Gefühl, die Möglichkeiten seien schier unbegrenzt. Genau darum geht es. „Wir wollten keine Barrieren“, sagt Jürg Meier, Regional Sales Director bei JUNG. „Wer sich willkommen fühlt, ist eher bereit zu erkunden und zu fragen.“

Eine leuchtende Idee

Was den Münchner Showroom auszeichnet, ist nicht allein seine Neuartigkeit. Viele Marken betreiben Showrooms und sprechen von Kooperationen. Der Unterschied liegt darin, wie bewusst das Experimentieren hier zum Konzept gehört. Ein Beispiel: das Untergeschoss, der ehemalige Banktresorraum, dessen Wände noch immer mit persönlichen Schließfächern gesäumt sind. Heute ist er eine immersive Lichtumgebung. Gäste finden hier eine Reihe von Lichtfiguren und Steuerungselementen vor, mit denen sie spielen, lernen und erleben können, wie Licht Stimmung und Atmosphäre verändert. Im Obergeschoss lässt sich in einem abgeschirmten Bereich mit einer schlichten Installation als Anker die Farbtemperatur und Ausrichtung des Lichts frei erkunden.

Der Raum ist zum Spielen gedacht – aber nie ohne Hintergedanken: Was bewirkt diese Art der Interaktion bei denen, die sie erleben? Und wie verändert sie die Beziehung zu beiden Marken?

„Experimente gelingen nur, wenn Vertrauen vorhanden ist", sagt Wiebke Becker, die bei JUNG den Bereich Pre Marketing leitet. „Nicht nur zwischen Marken, sondern auch zwischen Menschen. Man braucht Offenheit, Ehrlichkeit und die Freiheit zu sagen: Probieren wir es aus und schauen, was passiert.“

Langsamkeit zelebrieren

Das Gespräch wird unweigerlich grundsätzlicher. Welche Rolle spielen physische Räume noch in einer Welt, die von Beschleunigung, KI und bildschirmbasierter Abstraktion geprägt ist?

„Digitale Tools sind unverzichtbar“, sagt Mariusz Furtak, Regional Manager bei ERCO. „Aber sie ersetzen nicht die Präsenz. Man kann Licht endlos beschreiben – doch solange man es nicht erlebt hat, bleibt es Theorie.“ Der Showroom setzt dem üblichen Markenkontakt etwas entgegen. Dieser Raum verlangt Zeit und Aufmerksamkeit. Im Gegenzug hinterlässt das taktile, immersive Erlebnis einen bleibenden Eindruck. „Die Menschen erinnern sich an das, was sie berührt haben“, ergänzt Becker. „An das, was sie gefühlt haben. Das bleibt.“

Bleiben Sie neugierig!

Auf die Frage, ob die Zusammenarbeit beide Marken mutiger macht, kommt die Antwort rasch: Der Mut war immer schon da. Was sich verändert hat, ist die Art, wie er zum Leben erwacht. „Wir entwickeln Dinge jetzt gemeinsam“, sagt Rube. „Im Austausch werden Ideen besser. Man fordert sich gegenseitig heraus – respektvoll –, und gelangt zu stärkeren Lösungen.“ Der Münchner Raum könnte durchaus Schule machen. Es gibt Diskussionen, Ideen, Möglichkeiten. Doch vorerst liegt der Fokus auf dem, was bereits geschieht: ein Ort, an dem Licht nicht nur gezeigt, sondern gespürt wird; an dem Technologie mehr ist als ein Werkzeug – nämlich ein Erlebnis; und an dem Zusammenarbeit weniger Strategie als gelebter Alltag ist. Am Ende misst sich der Erfolg dieses Raums nicht an Quadratmetern oder Systemen, sondern an den Menschen, bei denen Neugier geweckt wird.

 

Bild 1, 3 & 4)  © Amelie Niederbuchner 
Bild 2 & 5)  © Henrik Schipper

Der Beitrag zu ERCO × JUNG erscheint außerdem im mcbw magazine 2026.

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