Flexibilität als Prinzip
Diese räumliche Flexibilität ist kein Zufall, sondern Programm. „Genauso wie wir mit verschiedenen Medien arbeiten – Textil, Papier, Objekte, Musik – ist auch die Abwechslung von Räumlichkeiten, die wir nutzen können, ein total wichtiges Privileg“, erklären die Macher. „Es hilft, neue Dinge auszuprobieren, neugierig zu bleiben.“ Was nach spielerischer Leichtigkeit klingt, ist natürlich auch eine durchdachte Strategie. Jeder Raum eröffnet andere Möglichkeiten, zieht ein anderes Publikum an, fordert andere ästhetische Entscheidungen. Im Club gilt die Logik der Nacht, der Körper, des Tanzes. Im Museum treten konzeptionelle und kuratorische Dimensionen in den Vordergrund. Diese Vielseitigkeit hält das Projekt lebendig und schützt vor der vielleicht größten Gefahr kreativer Arbeit: der Routine. So gibt es mal mit dem Kunden Victorinox eine große Schnippelparty im Laden, mal eine T-Shirt-Kollektion in Kollaboration mit Uniqlo, mal eine Serie von Grafiken und Animationen für die DLD Conference, für man mit dem Studio Wiegand von Hartmann zusammenarbeitete.