Ich treffe Elena de Kan, Director of Workplace Design and Consulting für EMEA bei Steelcase, zum ersten Mal im hauseigenen Café. Es ist später Nachmittag, und ich scheine die letzte Kundin des Tages zu sein. De Kan sitzt entspannt und lächelnd vor mir, während ich einen Espresso trinke. „Wie war Ihr Tag?“, fragt sie. „Möchten Sie woanders hingehen?“ Dieses „woanders“ wird zu einem kurzen Spaziergang durch das Steelcase Learning and Innovation Centre in München – eine ganze Stadt voller Arbeitsbereiche: bunte Ecken, Kabinen, Bänke, Boxen, halboffene Räume. Ein Ort, der sich geerdet und leicht navigierbar anfühlt, aber keine offensichtliche Hierarchie aufweist. Wie sich herausstellt, ist genau das der Punkt. De Kan, 36, ausgebildete Industriedesignerin und Designforscherin, leitet Teams in Europa, dem Nahen Osten und Afrika und arbeitet an der Schnittstelle von Raum, Kultur und Forschung. „Ich habe mich schon immer dafür interessiert, wie Räume das Verhalten beeinflussen“, sagt sie. „Von meiner Bachelorarbeit bis heute hat sich diese Frage nie wirklich geändert. Ja, das ist wirklich mein Traumjob.“