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Zukunft der Bildung
21st Century Skills - Highlights der MCBW

Medienkompetenz, Kreativität, Kooperationsfähigkeit und soziale Kompetenz stehen ganz oben auf der Liste der sogenannten »21st Century Skills«. Darüber, dass dies wesentliche Bildungsziele für die Transformation der Industrie zu einer Wissensgesellschaft sind, herrscht Konsens, wie auch eine Analyse des Zukunftsinstituts zeigt.

Doch wie gut sind unsere Bildungsangebote tatsächlich auf die Gesellschaft von morgen vorbereitet? Und wie kann Designkompetenz gewinnbringend dafür eingesetzt werden, unser Bildungssystem zukunftsfähig zu machen?

Der Blick auf die Realität offenbart – zumindest hierzulande –, dass bei der Realisierung der Ziele durchaus Luft nach oben ist. Nach den Erfahrungen der Corona-Krise darf der Einsatz digitaler Medien in Schulen getrost in großen Teilen als gescheitert betrachtet werden. Laut der vergangenen Pisa-Studie kann ein erschreckend hoher Prozentsatz der 15-Jährigen weder richtig schreiben noch rechnen und die Bildungschancen bei ärmeren Familien sind nach wie vor schlechter als bei Besserverdienenden. Es herrscht Handlungsbedarf und es ist Gestaltungskompetenz gefragt.

Was kann Design Thinking beitragen, um neue Lernmethoden zu entwickeln, und was Social Design, um soziale Kompetenzen zu stärken? Und wie müssen schließlich zeitgemäße Lehrmittel für morgen aussehen?

Design ist für Vieles Lösung und Hoffnungsträger zugleich. Design schöpft und schafft Werte. Design entwickelt lebenswerte Perspektiven und treibt Nachhaltigkeit voran. Die MCBW präsentiert in sechs Themenfeldern, wie Design dabei helfen kann, unsere Zukunft zu gestalten. Eines davon ist die Zukunft der Bildung.

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DESIGN ALS ZUKUNFTSBERUF(UNG)

Gerade in Zeiten von mobilem Internet, agilen Unternehmen und digitaler Teamarbeit müssen wir uns darüber verständigen, welche Rolle Gestaltung aktuell spielt und inwiefern sich Disruption im Designbereich bemerkbar macht. Übersetzt aus dem Englischen, bedeutet Disruption Störung, Unterbrechung oder Erschütterung. Disruptionen erschließen neue Märkte – und verdrängen alte. Gerade das kreative Berufsfeld muss Trends schnell erkennen und umsetzen, zukunftsorientiert denken. Hier muss schon in der Ausbildung angesetzt werden. Was macht Gestaltung aus? Welche Inhalte sollten Berufseinsteigern mit auf den Weg gegeben werden, um langfristig und erfolgreich im Berufsumfeld bestehen zu können? Der beste Weg, Antworten auf diese Fragen zu bekommen, ergibt sich durch den Einbezug aller Altersgruppen. Im Rahmen der MCBW unterhalten sich drei Generationen in einem Live-Stream zu prägenden Trends im Berufsfeld Design und Gestaltung. Moderiert wird die Diskussion von Dr. Oliver Herwig – er ist Moderator, Journalist und Dozent für Designtheorie an der Kunstuniversität Linz.

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(RE)THINKING DESIGN

Der Arbeitsalltag eines Designers umfasst deutlich mehr Aufgaben als „nur“ ein schönes Produkt zu entwerfen. Designer sind Gestalter, Strategen, Berater und Trendforscher zugleich. Mit Kreativität, Erfindergeist und dem Ehrgeiz, Lösungen zu finden, bilden sie speziell in einer sich ständig wandelnden Welt eine essenzielle und unersetzliche Berufsgruppe. Aber was genau sind eigentlich die Aufgaben eines Designers? Wie bereitet die Lehre angehende Designer auf diese vor? Und wie wirkt sich die veränderte Rolle auf das Recruiting von Unternehmen aus? Im Rahmen der MCBW diskutieren interessante Speaker aus dem MATES-Netzwerk spannende Themen zur Rolle des Designers in einer immer komplexer werdenden Welt.

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DESIGN IM ZEUGHAUS

Die Fakultät für Design der Hochschule München blickt mit ihren Vorgängerinstitutionen auf eine über hundertjährige Tradition der Fotografieausbildung und -lehre zurück. In der von digitalen Medien geprägten Gegenwart kommen der Fotografie und dem Bild veränderte, noch bedeutendere Rollen zu. Zur MCBW diskutiert die Fakultät für Design das Themenfeld "Design und Demokratie" und veranstaltet Online-Vorträge im Rahmen ihrer Vortragsreihe "Zukunftsbilder. Zur Zukunft der Fotografie".

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GRANTLER'S CORNER

Brauchen wir eine neue Designschule? Dieser Frage geht eine Diskussion über die aktuelle Debatte zur Designausbildung und der Rolle des Designs als wissenschaftliche Disziplin nach. Mit Vertreter*innen aus Hochschulen und Universitäten, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Forschung greift die diesjährige Grantler’s Corner die aktuelle Debatte zur Designlehre und -forschung auf.

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Wie vermittelt man Zukunft?

2021 eröffnet das Deutsche Museum ein Zukunftsmuseum in Nürnberg. Museumsleiter Dr. Andreas Gundelwein erläutert in einem Vortrag die Konzeption der Dauerausstellung und wie Zukunftszenarien durch die Ausstellungsmacher gekonnt in Szene gesetzt werden. Die verarbeiteten Materialien, Technik, Inszenierung und spielerischen Elemente machen so Zukunft im Museum erlebbar.

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GRAFIKDESIGNER VON MORGEN

Kreativitätsschub gefällig? Eine Kooperation zwischen dem Kinderkunsthaus und bayern design lässt Teilnehmer in der Druckwerkstatt zu Grafikdesignern werden. In dem Online-Workshop können Kinder und junge Menschen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und eigene kleine Kunstwerke erschaffen – dabei werden verschiedenste Techniken angewandt und beispielsweise Stempel aus Moosgummi gebaut. Neben Postkarten und Mini-Postern können hier auch die zugehörigen Druckstöcke gestaltet werden. Die benötigten Materialien werden vorab per Post versendet.

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DESIGNKINO: ZUKUNFT MIT KINDERAUGEN SEHEN

Während der MCBW läuft jeden Abend ein ausgewählter Designfilm für 24 Stunden als kostenloser Stream direkt auf der MCBW Website. Der Familienfilm „Der Junge und die Welt“ lässt Kinder die Zukunft entdecken – und das voller Farbe, Musik und Poesie: Auf der Suche nach seinem Vater verlässt ein kleiner Junge sein Dorf und entdeckt eine fantastische Welt, die von Tier-Maschinen und anderen merkwürdigen Kreaturen belebt wird. Ohne Dialoge beschreibt der Film auf besondere Weise den Konflikt zwischen arm und reich, Land und Stadt, indigenen Einwohnern und Weißen, Handarbeit und industrialisierter Arbeit. Der Zuschauer durchlebt eine träumerische Reise, die durch die Augen eines Kindes auf brillante Weise die Probleme und Konflikte unserer modernen Welt aufzeigt. Alle Dekors sowie die Animationen sind von Alê Abreu gezeichnet. Insgesamt haben 150 Künstler und Techniker fünf Jahre lang an dem Film gearbeitet.

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