Digital Power im vernetzten Land

Die Digitalisierung verändert alles: wie wir denken, wie wir arbeiten, wie wir leben. Ein urbanes Leben? Oder lohnt es sich gerade auf dem Land, die Chancen der digitalen Bewegung zu ergreifen? Wir unterhalten uns dazu mit einer Frau, die es wissen muss: Ingrid Wildemann-Dominguez, Regionalmanagerin für Innovation und Kreativität bei der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach.

Wie steht sie, die kreative Köpfe und Macher im ländlichen Milieu bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt, zum Thema Digitalisierung – Bedrohung oder Chance? Ingrid Wildemann-Dominguez wägt kurz ab, bevor sie antwortet. »Viele Tätigkeiten lassen sich digitalisiert präziser und schneller ausführen. Doch: Schöpferisch tätig sein, originelle Ideen haben und Phantasie einsetzen – das können nur wir Menschen. Die wichtigsten Kompetenzen der Zukunft sind deshalb in meinen Augen Kreativität und Innovationsfähigkeit.« Im Offensein für Neues steckt dabei für sie die Idee, das Beste aus der digitalen Welt in die Arbeitsprozesse zu integrieren.

Doch was meint die Kreativwirtschaft im Oberland dazu? Darüber hat sie mit Designern, Handwerkern, Architekten und Digitalpionieren gesprochen – mit einem eindeutigen Ergebnis: Das Oberland braucht einen Ort, der Kreativität stimuliert und die Bedingungen bietet, um aus einer Idee eine Innovation zu machen. Während der MCBW entsteht deshalb ein Prototyp für ein Kreativ- und Innovationszentrum in den Lagerhallen der Büttenpapierfabrik GMUND am Tegernsee. Das »POP UP INNOVATIONSHUB« soll Schnittstelle, Eventlocation und Labor in einem sein, in dem Vorträge, Workshops und andere Events stattfinden. »Im Mittelpunkt steht der Gedanke des Austauschs und des Teilens, denn jeder soll die Chance haben, Erkenntnisse zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen.«


Ein Innovationszentrum auf dem Land – gibt die Region das denn her? »Vor ein paar Jahren vermutlich unvorstellbar!«, schätzt Ingrid Wildemann-Dominguez. »Doch durch die Digitalisierung und Globalisierung verändern sich rasend schnell Produkte, Konzepte und Arbeitsweisen, die eben noch als beständig galten. Für einen Job vom Land in die Stadt ziehen? Dank Homeoffice ist das heute überflüssig.« Ländlich wohnen und weltweit vernetzt sein – Digitalisierung mache es möglich und gerade die Kreativbranche profitiere davon. Die Regionalmanagerin hofft auf das Innovationshub als integrativen Katalysator, der alle Interessierten in der Region anspricht – der Erfolg werde sich zeigen. Ein Experiment also? »Klar. Aber genau das richtige, um vorausschauende Macher und kreative Innovatoren zusammenzubringen!« Wir drücken Ingrid Wildemann-Dominguez und den engagierten Oberländern die Daumen.

Im letzten Jahr haben wir bei einem Symposium die Frage gestellt, ob das Oberland ein Kreativzentrum braucht. Die Antwort lautete eindeutig: Ja! Deshalb war für uns als Partnerregion der MCBW klar, dass wir so ein Zentrum erschaffen wollen. Wir sind gespannt, wie das Experiment ankommt.

Ingrid Wildemann-Dominguez ist Regionalmanagerin bei der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach. Als Wirtschaftsförderin und Projektverantwortliche für die Regionalpartnerschaft zwischen dem Landkreis Miesbach und der MCBW setzt sie Schwerpunkte und konzipiert die Events.


Kleine wie große Unternehmen in ihrem Wirken in der Region stärken, Plattformen für Kooperationen schaffen (Unternehmerverband Landkreis Miesbach e.V.) sowie Neuansiedlungen von Unternehmen im Landkreis gezielt fördern und begleiten, stehen bei der Arbeit der Standortmarketing-Gesellschaft im Vordergrund. Darüber hinaus arbeitet das Team mit  interdisziplinären Projekten und Veranstaltungen daran, den  Landkreis Miesbach nicht nur wirtschaftlich zu fördern, sondern auch soziale (Bildung, Familie, demographischer Wandel) und ökologische Aspekte (Energie, Mobilität) in den Fokus zu rücken. Die SMG versteht sich als neutraler Moderator zwischen Unternehmen, kommunalen Behörden, politischen Gremien und Bürgern des Landkreises Miesbach.

Weitere MCBW STORIES

  • Landkreis Miesbach
    Partnerregion der MCBW 2019

  • Stadt 4.0
    Von einer neuen Urbanität im Zeichen der digitalen Transformation

  • Gesund(heit) gestalten
    Biophilic Design am Beispiel »Das Neue Hauner«


Hat Ihnen die Story gefallen? Haben Sie Fragen oder Anmerkungen dazu? Melden Sie sich gerne bei uns.

bayern design Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Landeshauptstadt München if design bmw group steelcase stroeer IHM Internationale Handwerksmesse Landkreis Miesbach DETAIL form home mucbook Münchner Feuilleton novum W&V
Das Programm der MCBW wächst kontinuierlich. Änderungen bleiben selbstverständlich vorbehalten.
Für Bilder, Texte und Inhalte der einzelnen Veranstaltungen auf dieser Webseite sind ausschließlich die jeweiligen Veranstalter verantwortlich.